Kabelnetz Glossar

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Artefakte
Als Artefakte werden digitale Bildfehler bezeichnet. Sie entstehen durch schlecht aufbereitete Videosignale, zu hoher Komprimierung oder durch Berechnungsfehlern. Artefakte zeigen sich zum Beispiel als störende Klötzchen im Bild.
DSL
DSL Bei DSL (Digital Subscriber Line / Digitaler Teilnehmeranschluss) werden die Daten mittels herkömmlicher Kupferleitungen übertragen. Hierfür wird die bereits bestehende Infrastruktur des Telefonnetzes aus Kupfer-Doppeladern genutzt. DSL unterscheidet sich von den Vorgängertechnologien vor allem durch die Nutzung eines weitaus größeren Frequenzbereichs. Dabei werden die Informationen in Form elektrischer Impulse übertragen. So wurde eine vielfach höhere Datenrate ermöglicht, die Reichweite des Signals ist jedoch stark eingeschränkt. Je länger der Übertragungsweg, sprich je größer der Abstand des Anschlusses von der nächsten Ortsvermittlungsstelle ist, desto größer sind die Leitungsverluste. Herkömmliche DSL-Anschlüsse stoßen bereits heute an ihre Leistungsgrenzen. DSL kann eine maximale Übertragungsrate von 18 Mbit/s zur Verfügung stellen.
DAB+
DAB steht für „Digital Audio Broadcasting“, also die digitale Verbreitung von Radioprogrammen über Antenne (Terrestrik). DAB+ ist die Weiterentwicklung von DAB in optimierter digitaler Audiokomprimierung. DAB+ Programme werden in Deutschland seltener in das Kabelnetz eingespeist. In der Schweiz erfolgt die Einspeisung ins Kabelnetz bei UPC und anderen Kabelnetzbetreibern.
DVB-C
DVB-C (Abkürzung für englisch „Digital Video Broadcasting – Cable“; deutsch etwa „Digitales Kabelfernsehen“) und der Nachfolgestandard DVB-C2 bezeichnen Varianten von DVB, die für die Übertragung von digitalen Hörfunk- und Fernsehsignalen über Kabelanschluss verwendet werden. DVB-C wurde ab 1994 entwickelt und 1998 von dem Europäischen Institut für Telekommunikationsnormen (ETSI) im Standard EN 300 429 festgelegt. Mit DVB-C2 wurde 2010 ein Nachfolger von der ETSI unter der Bezeichnung EN 302 769 vorgestellt, der technologisch aufwändiger umzusetzen ist, dafür eine höhere spektrale Effizienz bietet. DVB-C findet in Europa, weiten Teilen von Asien sowie in Afrika, Australien und Südamerika Anwendung. In Gebieten wie Nordamerika werden andere und zu DVB-C inkompatible Verfahren wie ATSC und in Japan ISDB eingesetzt.Es gibt mehrere DVB-Normen, die auf die jeweilige Empfangsart zugeschnitten sind. Der Zusatz entspricht dabei der jeweiligen Empfangsart:
    DVB-S (S= Satellit)
    DVB-S2 (Satellit, HDTV)
    DVB-C (Kabel)
    DVB-C2 (Kabel, höhere Effizienz)
    DVB-T (T=Terrestrisch, also Antenne)
    DVB-T2 HD (Terrestrisch, höhere Effizienz)
Free TV
Free TV ist die Bezeichnung von Programmen, die frei empfangbar sind. Dazu gehören die öffentlich-rechtlichen Programme von ARD und ZDF sowie die privaten Vollprogramme von ProSiebenSat1 und der RTL-Gruppe. Im Gegensatz dazu steht Pay-TV, also das Angebot an verschlüsselten TV-Programmen.
Glasfaser
Unter den bekannten Technologien gilt die Glasfaser als das modernste und leistungsfähigste Datenübertragungsmedium der Welt. Mit einem Durchmesser von nur wenigen Millimetern bietet es im Vergleich zu den herkömmlichen Kupferkabeln ein Vielfaches an Geschwindigkeit. Denn während bei Kupfer die Daten als elektrische Impulse übertragen werden, gehen in Glasfaserleitungen die Informationen als Lichtwellen auf die Reise. Eine Glasfaserleitung besteht aus tausenden einzelnen Fasern, welche jeweils mit einer lichtundurchlässigen Schutzschicht umhüllt sind. Jede einzelne Faser hat das Potential, enorm hohe Übertragungsraten zu erreichen. Auch über lange Strecken geht nur ein verschwindend geringer Teil der Leistung verloren. Darüber hinaus sind Kabel aus Glasfasern deutlich weniger störanfällig als solche aus Kupfer.Der entscheidende Vorteil der Glasfaser ist jedoch, dass ihrem physikalischen Übertragungspotential nach oben hin kaum Grenzen gesetzt sind. Der Datentransfer mit bis zu 1 Gigabit pro Sekunde (= 1.000 Mbit/s) ist schon heute möglich. Dabei kann theoretisch ebenso viel Bandbreite im Down- wie im Upload zur Verfügung gestellt werden.Mit Glasfaseranschlüssen können alle modernen digitalen Dienste uneingeschränkt genutzt werden: Telefon, Internet und Fernsehen über eine Leitung (Triple Play) sowie Video-onDemand, Cloud-Computing oder auch das Einrichten professioneller Heimarbeitsplätze sind nur wenige Beispiele der technischen Möglichkeiten. Darüber hinaus dienen Glasfaserleitungen künftig als Übertragungsmedium für fernauslesbare Energiezähler. Die intelligenten Messsysteme geben zeitnah und detailliert Auskunft über den individuellen Energieverbrauch und erleichtern es dem Verbraucher somit, Energie und Geld zu sparen. In der bayerischen Landeshauptstadt München etwa bietet der regionale Telefon- und Internetanbieter M-net einem Großteil der Verbraucher echte Glasfaseranschlüsse. Dabei betreibt M-net das Netz in Kooperation mit den Stadtwerken München (SWM) - unabhängig von anderen Telekommunitionsanbietern. Es bietet hohe Ausfallsicherheit, schnelle technische Reaktionszeiten und höchste Qualität bei Sprach- und Datendiensten sowie dem TV-Empfang. Der Anschluss an das hochmoderne Glasfasernetz bedeutet dabei auch eine finanziell messbare Aufwertung für den Immobilienbestand der Stadt.
HDTV
HDTV steht für "High Definition Television" (HDTV, engl. für hochauflösendes Fernsehen) und ist ein Sammelbegriff, der eine Reihe von Fernsehnormen bezeichnet, die sich gegenüber dem Standard Definition Television (SDTV) durch eine erhöhte Auflösung auszeichnen. Aktuell sind Vertikalauflösungen von 720 Pixel und 1080 Pixel gebräuchlich, die durch Zusatzbezeichnungen wie 720p, 1080p und 1080i unterschieden werden. Die Weiterentwicklung von HDTV ist Ultra HD (4k), digitales High-Definition-Video-Format, das der vierfachen HDTV-Auflösung entspricht.
Hybrid Fiber Coax
Hybrid Fiber Coax (HFC) ist eine Kurzbezeichnung für eine bestimmte Technologie, mit der die Übertragung von analogen und digitalen Signalen großer Datenübertragungsrate (wie z. B. Fernsehsignale) leitungsgebunden ermöglicht wird. Dabei werden zur Verteilung der Signale im Regionalbereich Glasfaserstrecken verwendet, die bis in die Nähe der Haushalte führen (FTTC, Fibre to the Curb). An den Endpunkten der Glasfasern werden die optischen Signale in elektrische gewandelt, die dann über Koaxialkabel in die einzelnen Haushalte geführt werden. Meist werden von einem Koaxialkabel mehrere Haushalte versorgt. HFC-Netze werden gewöhnlich für Kabelfernsehen verwendet und sind oft mit einem digitalen Rückkanal ausgestattet, über den der Benutzer die Fernsehübertragung individuell steuern kann (Video on Demand).Diese Technologie wurde von der SCTE (Society of Cable Telecommunications Engineers) standardisiert. Die Standards sind urheberrechtlich geschützt, können aber von der Webseite der SCTE zur ausschließlich persönlichen Verwendung abgerufen werden. Die in verschiedenen Ländern installierten HFC-Netze verwenden diese Standards aber in der Regel nicht.
LTE
LTE bedeutet Long-Term-Evolution und ist eine funkbasierte Übertragungstechnik. Ursprünglich als Mobilfunktechnologie entwickelt, wird sie von manchen Anbietern auch festnetzbasiert als DSL-Ersatz eingesetzt. Dies geschieht häufig in ländlich strukturierten, unterversorgten Gebieten.Die LTE-Technologie ist ein sogenanntes „shared medium“. Das bedeutet, dass die verfügbare Bandbreite pro Nutzer mit der Anzahl der in einer Funkzelle eingeloggten Nutzer sinkt. Bandbreiten werden unter mehreren Nutzern aufgeteilt und stehen folglich nicht stabil zur Verfügung. Gerade zu Stoßzeiten, wie etwa abends, kann es zu Engpässen kommen, verbunden mit Einschränkungen in der Netzqualität und der Verbindungsgeschwindigkeit. LTE kann im Hinblick auf die Bandbreitenkapazitäten nicht mit dem Festnetz konkurrieren. Es stellt vielmehr eine Übergangslösung dar, aber keine zukunftsfähige Technologie für die flächendeckende Versorgung mit Breitbandinternet.
Tele Columbus AG
Die Tele Columbus AG ist einer der führenden Glasfasernetzbetreiber in Deutschland mit einer Reichweite von mehr als drei Millionen Haushalten. Unter der Marke PΫUR bietet das Unternehmen Highspeed-Internet einschließlich Telefon sowie mehr als 250 TV-Programme auf einer digitalen Entertainment-Plattform an, die klassisches Fernsehen mit Videounterhaltung auf Abruf vereint. Mit ihren Partnern der Wohnungswirtschaft realisiert die Tele Columbus Gruppe maßgeschneiderte Kooperationsmodelle und moderne digitale Mehrwertdienste wie Telemetrie und Mieterportale. Als Full-Service-Partner für Kommunen und regionale Versorger treibt das Unternehmen maßgeblich den glasfaserbasierten Infrastruktur- und Breitbandausbau in Deutschland voran. Im Geschäftskundenbereich werden zudem Carrier-Dienste und Unternehmenslösungen auf Basis des eigenen Glasfasernetzes erbracht. Die Tele Columbus AG, mit Hauptsitz in Berlin sowie Niederlassungen in Leipzig, Unterföhring, Hamburg, Ratingen und Chemnitz, ist seit Januar 2015 am regulierten Markt (Prime Standard) der Frankfurter Wertpapierbörse notiert.
Ultra HD
Ultra HD ist ein digitales High-Definition-Video-Format, das der vierfachen HDTV-Auflösung entspricht. Die gebräuchliche Auflösung liegt hier bei 3840 × 2160 Bildpunkten.
Unitymedia
Unitymedia mit Hauptsitz in Köln ist einer der führenden Kabelnetzbetreiber in Deutschland und eine Tochter von Liberty Global. Das Unternehmen erreicht in Nordrhein-Westfalen, Hessen und Baden-Württemberg 13,1 Millionen Haushalte mit seinen Breitbandkabeldiensten. Der Geschäftsbereich Unitymedia Business bietet Selbstständigen und Freiberuflern im Homeoffice sowie kleineren Unternehmen über das glasfaserbasierte Kabelnetz Hochleistungsinternet mit bis zu 400 Mbit/s sowie Internet-, Festnetz- und Mobilfunk-Kombipakete. Zudem bietet Unitymedia Business größeren Unternehmen maßgeschneiderte Kommunikationslösungen mit Geschwindigkeiten von bis zu 10 Gbit/s über direkte Glasfaser-Anbindungen.