NetCologne baut Internet im Rhein-Sieg-Kreis aus

NetCologne

Der Breitbandausbau in Much, Ruppichteroth und Windeck geht weiter voran: Im Laufe des März wurden rund 40 der insgesamt 70 Technikstandorte erfolgreich in Betrieb genommen. Damit ist die Hälfte der geplanten 6.700 Haushalte für die schnellen Internetleitungen freigeschaltet und über 50 Orte wurden neu angeschlossen. Mit 90 Kilometern Strecke ist auch der Großteil des Glasfasernetzes fertig gestellt – jetzt liegt der Fokus auf den Ausbauarbeiten innerhalb der noch nicht angebundenen Orte.

Der Kölner Telekommunikationsanbieter NetCologne und der Energieversorger Westenergie errichten derzeit im östlichen Rhein-Sieg-Kreis ein Glasfasernetz, über das Anwohnern zukünftig Geschwindigkeiten von bis zu 100 Mbit/s und teilweise sogar mehr zur Verfügung stehen. Der Breitbandausbau wird durch den Bund und das Land Nordrhein-Westfalen gefördert. Der Gesamtinvest liegt bei rund 11 Mio. Euro, von denen 4,5 Mio. Euro durch das Förderprojekt abgedeckt werden. Im März erfolgte nun die nächste große Welle der Inbetriebnahme von Technikstandorten, sodass jetzt über die Hälfte der Haushalte am schnellen Netz ist.

Aktueller Ausbaustand

Derzeit sind rund 90 Prozent des Glasfaserausbaus für Much, Ruppichteroth und Windeck abgeschlossen: 90 von 106 Kilometern Glasfaserleitungen wurden im Zuge des Projekts bereits verlegt und die Haupttrassen, die die Orte miteinander verbinden, sind fertig gestellt. Neben der Verlegung der Leitungen wurden zudem fast alle der knapp 70 Technikgehäuse errichtet.

Im jetzigen Projektschritt liegt der Fokus der Arbeiten auf der weiteren Glasfaserverlegung innerorts und dem Ausbau der Technikgehäuse. Für den FttC-Ausbau (=Fibre to the Curb), bei dem die Glasfaserleitungen bis zu den Technikgehäusen verlegt werden gilt: Sobald ein Technikgehäuse mit Glasfaser angeschlossen, ausgebaut und in Betrieb genommen wurde, werden die dahinter geschalteten Haushalte automatisch für das schnelle Netz freigeschaltet. Das soll bis zum Sommer abgeschlossen sein.

Parallel dazu läuft die Erstellung der direkten Hausanschlüsse im Zuge des FTTH/B-Ausbaus (= Fibre to the Home/ Fibre to the Building) bis zum Herbst. Der Abschluss des Gesamtausbaus ist im Rahmen der Vorgaben für das Förderprojekt bis Oktober 2021 geplant.

Ruppichteroth: 20 Ortsteile neu am Netz

In Ruppichteroth wurden im März insgesamt 20 Ortsteile für das schnelle Internet freigeschaltet. Dazu gehören: Hambuchen, Gießelbach, Retscheroth, Mittelsaurenbach, Kammerich, Harth, Ahe, Bölkum Hodgeroth, Junkersaurenbach, Obersaurenbach, Schmitzhöfgen, Ennenbach, Schönenberg, Krahwinkel, Velken sowie Teile von Hove, Scheid und Etzenbach. Auch in Ruppichteroth selbst sind mittlerweile viele Haushalte für das schnelle Netz freigeschaltet.

Bis Sommer folgen nun schrittweise die weiteren 16 geplanten Ortsteile: Oeleroth, Köttingen, Neuenhof, Kämerscheid, Wingenbach, Hänscheid, Berg, Kuchem, Stranzenbach, Büchel, Rose, Dörgen, Bröleck, Oberlückerath, Niederlückerath, Teile von Bornscheid und die weiteren Teile von Hove, Scheid und Etzenbach sowie Ruppichteroth selbst

Much: 25 Ortsteile neu am Netz

Auch in Much konnten im März insgesamt 25 Ortsteile ans Netz gehen. Dazu gehören: Bövingen, Oberheiden, Hevinghausen, Neuenhaus, Oberbruchhausen, Eckhausen, Neverdorf, Strünkerhof, Leverath, Roßbruch, Wiese, Amtsknechtswahn, Kerzenhöhnchen, Siefen, Springen, Reichenstein, Im Grasgarten, Markelsbach, Pillenhof, Neßhoven, Bröl, Hoffnungsthal, Millerscheid, Schwellenbach sowie Teile von Much selbst. Bis Sommer folgen nun mit Henningen, Esinghausen, Eigen, Niederheiden, Hetzenholz, Weißenportz, Gerlinghausen und Löbach auch die verbleibenden acht Ortsteile sowie die restlichen Teile von Much selbst.

Windeck: 14 Ortsteile am Netz

Windeck gehört zu den Gebieten, in denen im letzten Jahr bereits die ersten Ortsteile angeschaltet wurden. Die Ortsteile Öttershagen, Langenberg, Kohlberg, Halscheid, Perseifen, Rommen, Hau und Gierzhagen sind fertig gestellt. Mit Ende März erfolgt nun die Freischaltung weiterer sechs Ortsteile: Locksiefen, Saal, Ohmbach, Kocherscheid, Leidhecke und Schabernack gehen dann ans Netz. Bis Sommer folgen Ehrenhausen, Himmeroth, Eulenbruch, Geilhausen, Wiedenhof, Bach, Dahlhausen und Kuchhausen.

Wechsel auf das neue Netz

Anwohner, die sich bereits vorab bei NetCologne für einen Anschluss registriert haben, werden nun schrittweise auf das neue Netz geschaltet. Wie schnell der Anschlusswechsel stattfindet, hängt unter anderem von der Vertragslaufzeit beim bisherigen Anbieter ab. NetCologne empfiehlt Interessierten, Kündigungen nicht selbstständig vorzunehmen, sondern diese direkt über die NetCologne als Anbieter steuern zu lassen. So wird auch die Mitnahme der bestehenden Rufnummer erleichtert und es kommt nicht zu Versorgungslücken. Ein Wechsel ist weiterhin für alle Anwohner auf Wunsch möglich. Der entsprechende Anschlusscheck mit weiteren Informationen zum Ausbau ist über die Website von NetCologe erreichbar.

Hintergrundinformation zum Ausbauprojekt

Nach einem fast zweijährigen Wettbewerbs- und Vorbereitungsverfahren, in dem der gesamte Breitbandausbau des Rhein-Sieg-Kreises in verschiedene Lose aufgeteilt wurde, haben NetCologne und innogy, die jetzige Westenergie, im August 2018 gemeinschaftlich den Ausbau der unterversorgten Haushalte und Gewerbeadressen im östlichen Rhein-Sieg-Kreis übernommen. Die Errichtung des passiven Netzes liegt im Rahmen der Kooperation bei Westenergie, die NetCologne stellt und betreibt die aktive Technik und stellt die Telekommunikationsdienste bereit. Vom Ausbau profitieren insgesamt 6.700 Haushalte.
Durchgeführt wird primär ein FttC-Ausbau (Fibre to the Curb = „Glasfaser bis zum Bordstein“), bei dem die Glasfaserleitungen bis zu den Kabelverzweigern innerhalb der Orte verlegt werden. Bei ca. 700 Adressen erfolgt ein FttB/H-Ausbau (Fibre to the Building = „Glasfaser bis ins Gebäude“, Fibre to the Home = „Glasfaser bis in die Wohnung“), um hier die geforderten Mindestbandbreiten zu gewährleisten. Der Rhein-Sieg-Kreis gehört zu den ersten Kreisen in NRW, die von den aktuellen Förderprogrammen profitieren.

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